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Blastozystenkultur

Nach IVF/ICSI wird der Embryotransfer üblicherweise am Tag 3 nach Befruchtung durchgeführt. Mit Hilfe angepasster Zellkulturmedien kann eine Weiterkultivierung dieser Embryonen zu einem späteren Stadium, dem Blastozystenstadium, erfolgen.

Manche Embryonen entwickeln sich nicht vollständig, meistens weil das embryonale Erbgut im 4-8 Zell- Stadium nicht aktiviert wurde.

Die Entwicklung kann als normal gesehen werden, wenn am Tag 3 die Embryonen im 6-8-Zell Stadium sind – oder am Tag 5 das Blastozystenstadium erreicht wurde. Das Erreichen des Blastozystenstadiums ist Voraussetzung für die Entstehung einer Schwangerschaft. Bei einer natürlichen Schwangerschaft gelangt zu diesem Zeitpunkt der Embryo in die Gebärmutterhöhle Allerdings entwickeln sich nur circa 40-50 % der Embryonen bis zu einer Blastozyste. Damit ist auch erklärt, dass nur die Kultur von mehreren Embryonen und die anschliessende Selektion die Möglichkeit bietet, Embryonen mit hoher Einnistungsrate zu übertragen.

Mit Hilfe des PN- Scoring (PN = Pronuclei – Vorkernstadium) wird ermittelt, welche Embryonen die besten Chancen haben, sich zu Blastozysten zu entwickeln. Die PN-Scoring-Anwendung wird mikroskopisch durchgeführt.

Setzt man eine Blastozystenkultur ein, wird deshalb eine höhere Einnistungsrate erwartet. Die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen sich.