Eizellspende

Die Eizellenspende ist heute eine der erfolgreichsten Methoden in der Kinderwunschbehandlung.

Bitte beachten Sie dass wir alle, nicht nur Ihnen als Auftraggeber und Empfänger der Spende verantwortlich sind, sondern auch für das Wohlergehen einer Spenderin sorgen müssen. Diese Frauen bekommen zwar einen finanziellen Ausgleich, jedoch ist dieser – zumindest in Spanien – eher bescheiden. Letztlich wollen alle auch dazu betragen, einem sonst kinderlosen Paar zum Kind zu verhelfen.

Siehe auch Eizellspende > ist 50 Jahre der Empfängerin

Es gibt einen Kriterienkatalog wann die Eizellspende eingesetzt werden kann. Dazu zählen folgende Umstände:

* Von Geburt an keine funktionierenden Eierstöcke vorhanden (z.B. v. Rockitansky-Kuester-Syndrom

* Keine Eierstöcke mehr nach operativer Entfernung beider Eierstöcke Nach Chemotherapie bzw. Bestrahlung des kleinen Beckens

* Nach Behandlung bösartiger Erkrankungen

* Sofern eine IVFAO – Behandlung nicht möglich oder nicht gewünscht wird.

* Vorzeitiges Nachlassen der Funktion der Eierstöcke (DOR)

* So genannte prämature Menopause (POF)

* Genetische Erkrankungen

* Wiederholtes Auftreten pathologischer Embryonen im Rahmen des IVF/ICSI-Verfahrens

* Wiederholtes Fertilisierungs-Versagen (kein Transfer) im Rahmen des IVF/ICSI- Verfahrens

* Wiederholte Aborte bzw. keine Schwangerschaft trotz sehr guter Embryonen

Die Voraussetzungen von Seiten des Empfängerpaares sind unter anderem:

* Die vorgesehene Empfängerin hat eine intakte Gebärmutter

* Beide Partner sind gesund (Infektionskrankheiten). Falls path. Befunde vorliegen, muss im Einzelfall entschieden werden

* Das Empfängerpaar muss bereit sein, eventuelle gesetzliche Einschränkungen zu akzeptieren. Z.B. bedeutet dies in Spanien die völlige Anonymität der Spenderin

* Das Empfängerpaar muss bereit sein, eventuelle Altersbeschränkungen (in den meisten Ländern 50 Jahre) zu respektieren. Falls die Empfängerin über 50 Jahre alt ist, kommen Behandlungen nur in Zypern oder die USA in Frage.

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Sie können in spanischen Top-Kliniken mit durchschnittlich 64% klinischer Schwangerschaftsrate bis zum Alter von 45 Jahren (der Empfängerin) rechnen. Nach 3 Versuchen liegt die kumulative Schwangerschaftsrate bei 90%. Davon sind ca. 11% Aborte abzuziehen sodass eine sogenannte „baby – take – home – rate“ von 53% resultiert. Dies sind im weltweiten Vergleich optimale Ergebnisse, welche sich von den US-Amerikanischen Zahlen nicht verstecken müssen. Insbesondere da sie mit durchschnittlich nur 2,1 transferierten Embryonen zustande kommen und damit zu einer niedrigen Komplikationsrate beitragen. Dieselben Zahlen werden in unseren Partnerkliniken in Limassol (Zypern) und in St.Petersburg (Russland) erzielt.

In besonders günstigen Fällen, bei optimal befruchtendem Samen, können wir mit dem Transfer von 2 Blastozysten am Tag 4 oder 5 der Embryonalentwicklung, klinische Schwangerschaftsraten bis aktuell 80,2% erreichen.

Unsere Eizellenspendeprogramme basieren entweder auf einem rollierenden System oder auf einer direkten Synchronisation von Spenderin und Empfängerin. Dazu kommen immer mehr Eizellspenden aus vitrifizierten Eizellen. Damit wird eine weitgehende Planbarkeit des Transferzeitpunktes erreicht.

Beim rollierenden System in grossen Programmen, sind immer zahlreiche Spenderinnen mit verschiedenen Charakteristika in Stimulation und werden erst ca. 2 Wochen vor der Spende, einer entsprechenden Empfängerin zugeteilt. Dieses System hat den Vorteil, dass im Falle des Ausfalls einer Spenderin durch Krankheit, Überstimulation, ungenügender Stimulation oder aus persönlichen Gründen, in der Regel rasch eine Ersatzspenderin zugeteilt werden kann. Damit kann die aktuelle Vorbereitung der Empfängerin fortgesetzt werden und es kommt lediglich zu einer kleinen Verzögerung.

Der Vorteil der frühzeitig festen Zuordnung zu einer Spenderin liegt in der kalkulierbaren Zuweisung besonderer seltener Charakteristika (ethnisch, Blutgruppe, Hautfarbe, Augenfarbe). Allerdings muss dann mit der oben beschriebenen 30%igen Wahrscheinlichkeit des Abbruchs einer Stimulation gerechnet werden. Dies bedeutet dann in der Regel auch den Abbruch der Vorbereitung der Empfängerin.

Wir können Eizellspenden in Spanien, Russland, Zypern und den USA durchführen.

Für Spanien gilt: Die Spenderinnen dürfen nach dem spanischen Reproduktions-Gesetz zwischen 18 und 35 Jahre alt sein. Sie werden laufend auf Infektionskrankheiten hin untersucht. Sie sind alle genetisch untersucht. Wir achten auch auf Ihr Verhalten hinsichtlich Rauchen, Alkohol und Drogen sowie Promiskuität. Finden sich familiäre Belastungen durch genetische Mutationen (Brustkrebs, psychiatrische Krankheiten, Thrombosen, Diabetes etc.), können diese zum Ausschluss der Spenderin führen. Aus diesen Gründen werden lediglich 20% der interessierten Spenderinnen letztlich in das Programm aufgenommen. Erzielt eine Spenderin beim 2. Versuch keine Schwangerschaft so wird sie ausgeschlossen. Ebenso, wenn sie wiederholt eine schlechte Befruchtungsrate aufweist.

In Spanien ist die Gameten-Spende (Eizelle und männlicher Samen) entsprechend einem 1985 verabschiedeten Gesetz anonym. Der Staat garantiert den informationellen Schutz der Spenderin und der Empfängerin. Die Daten stehen bei einer staatlichen Institution zur Verfügung und werden lediglich im Falle schwerwiegender gesundheitlicher Notwendigkeiten geöffnet. Dies bedeutet, dass Spenderin und Empfängerin nichts voneinander wissen dürfen. Lediglich die Blutgruppe und das Alter der Spenderin werden im Falle einer Schwangerschaft mitgeteilt. Wir koordinieren innerhalb der Klinik bestimmte phänotypische Eigenschaften von Empfängerin, deren Partner und der Spenderin nach einem Katalog, welchen wir bei der 1.Visite besprechen. Wir wollen nicht nach „weichen“ Kriterien wie „Intelligenz“, „Musikalität“ oder „Schönheit“ etc. selektieren. Sie als Empfängerin müssen das Vertrauen aufbringen, uns bzw. der Klinik diese Zuweisung zuzutrauen. Eine besondere Konsequenz aus diesem Gesetz muss bedacht werden: Sie entscheiden bereits jetzt ersatzweise für Ihr später volljähriges Kind, dass dieses kein Recht hat, die spanische Eizellspenderin, seine genetische Mutter, kennen zu lernen.

In allen anderen Ländern sind diese Regeln weniger eng ausgelegt. Meist entscheidet letztlich die Eizellspenderin ob sie einer Offenlegung ihrer Daten oder eines Bildes zustimmt. In den USA ist dies vollkommen offen und es kann aus einem äußerst differenzierten Katalog nach unzähligen Kriterien ausgewählt werden. In allen Ländern, ausser Spanien, kann das entstandene Kind ab dem 18. Lebensjahr die Identität der genetischen Mutter notfalls per Gerichtsbeschluss erfahren. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erachtet die Kenntnis der genetischen Herkunft als ein grundlegendes Menschenrecht.

Da es glücklicherweise unterschiedliche Auffassungen zu diesem Punkt gibt, wurde in Spanien bisher das Ansinnen der EU abgewehrt die Anonymität aufzuheben. Es gibt Beispiele dafür, zum Beispiel England, was geschieht, wenn die Gametenspender befürchten müssen dass ihre Identität zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt aufgehoben wird. In England ist die Gametenspende vollkommen zum Erliegen gekommen. Die Wartezeiten betragen fünf Jahre auf eine Spende. Es werden praktisch keine frischen Spenden durchgeführt. Entsprechend bedürftige Patientinnen erhalten übrig gebliebene Embryonen aus IVF – Zyklen. Dieses „Egg – sharing“ ist ausgesprochen problematisch.

Die Verfügbarkeit der Spenderinnen ist sehr unterschiedlich. In verschiedenen Städten Spaniens gibt es effektiv lange Wartezeiten (Barcelona 1 Jahr, Valencia 8 Monate). Auch wenn die Kliniken dies nicht zugeben, sondern mit verschiedenen Hinhaltetaktiken Zeit gewinnen. Wir haben in unseren Partnerkliniken derzeit genügend Spenderinnen zur Verfügung. Die Wartezeit liegt zwischen 14 und 20 Tagen unter Progynova. Im Mittel transferieren wir momentan am 19. Tag der Vorbehandlung mit Progynova.

Gelegentlich liegen besondere Umstände beim Samenspender vor, die das Einfrieren einer Samenprobe sinnvoll erscheinen lassen. Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen aber die frische Spende am Tag der Eizellgewinnung. Wir empfehlen eine Karenz von 3-5 Tagen vor der Gewinnung der Spende zu Untersuchungszwecken um standardisierte Untersuchungsbedingungen zu gewährleisten. Bei einer frischen Spende ist eine Karenz objektiv nicht notwendig. Allerdings kommt Zurückhaltung der Spermamenge zugute.

Sobald die Stimulation der Spenderin weit fortgeschritten ist, informieren wir Sie über den voraussichtlichen Tag der Punktion. Sofern qualitativ hochwertiger Samen hier eingefroren ist, müssen Sie erst am Tag des Transfers in der Ziel-Klinik verfügbar sein. Bei frischer Samenspende sollte der Samenspender am Tag -1 (minus 1) bezogen auf die Eizellspende anreisen, um zuverlässig zur Samenspende am Tag 0 (Tag der Eizellspende) morgens um 09.30 Uhr in der Klinik bereit zu sein. Um alle Möglichkeiten der Selektion zur Verbesserung der Ergebnisqualität ausnutzen zu können, empfehlen wir der Empfängerin spätestens am Tag +2 anzureisen um am Vormittag des 3. Tages vor Ort zu sein. Ihre Abreise sollte dann nicht vor dem Abend des 5. Tages erfolgen. Follikelpunktionen der Spenderinnen und Samenabgabe des Partners erfolgen vormittags vor 10 Uhr. Transfers erfolgen in der Regel nachmittags vor 13 Uhr.

In grossen Studien aus der IVI-Gruppe wurde bestätigt, dass der Zeitpunkt der Heimreise ohne Auswirkung auf die Schwangerschaftsrate ist. Aus gefühlten Gründen empfehle ich Ihnen, sich nach dem Transfer noch eine Nacht der Ruhe im Ausland zu gönnen, bevor Sie ins Flugzeug steigen.

Wir können Ihnen bei der Organisation der Flug-Tickets und der Hotelbuchung behilflich sein. Wir werden Ihnen verschiedene Sonderkonditionen bei Hotel und Mietwagen vermitteln. Wir werden versuchen, Sie am Flughafen von einem Fahrer abholen zu lassen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie uns die Flugdaten mitteilen. Informieren Sie uns, wenn der Flug Verspätung haben sollte.

Noch viele weitere Fragen sind zu besprechen.

Bitte melden Sie sich, falls Sie weitere Informationen wünschen oder etwas unklar geblieben ist.

Die nach dem Gesetz notwendigen Laboruntersuchungen teilen wir Ihnen gerne in einem Gespräch mit.

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