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Embryonenspende

Bei der Embryonenspende entschliessen sich Paare zu einer “Adoption” von Embryonen. Diese stammen synchron von einer extra vorbereiteten Eizellspenderin und Samen aus der Samenbank. Es handelt sich also um eine frische Spende. Oder sie stammen von früheren Eizellspende-Behandlungen ab und wurden von deren Auftraggebern frei gegeben (asynchrone Spende, gefrorene Embryonen).

Da die Embryonen aus der Embryonen-Bank vor 2011 einem älteren slow-freezing-Verfahren unterzogen wurden, ist die Überlebenschance geringer, mit Erfolgsraten bis 45% bezogen auf den positiven Schwangerschaftstest und bei Transfer von 2 aufgetauten Embryonen. Mit dem Vitrifizierungsverfahren nähert sich die Erfolgsrate dem frischen Versuch an.

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Die Embryonenspende kann ein Ausweg für Paare sein, die aus medizinischer Sicht nie eigene Kinder bekommen könnten. Die Eizellen der Frau und die Spermien des Mannes werden Gameten genannt. Neueste Reproduktionstechniken eröffnen Paaren, die keine eigenen Kinder bekommen können, neue Wege um Ihren Kinderwunsch zu realisieren. Das sind Eizellen-, Spermien- oder Embryonenspenden. Die Erfolgsquote bei der Embryonenspende ist nahezu identisch wie bei der Eizellenspende.

Die Embryonenspende kann z.B. auch bei Paaren eingesetzt werden, die bei einer In-vitro-Fertilisation mehrfach keinen Erfolg hatten, jedoch muss die Gebärmutter der Frau geeignet sein.
Empfänger und Spender müssen ausführlich informiert und auf Krankheiten genau untersucht werden. Vor Beginn der Behandlung wird sicher gestellt, dass die Entscheidung eine Embryonenspende anzunehmen, unter Einbezug aller Kriterien reiflich und wohl überlegt getroffen wurde. Hierzu müssen die Betroffenen auch über die psychologischen, gesetzlichen und ethischen Vorschriften vollumfänglich aufgeklärt werden.

Wer ist geeignet als Empfänger?

* wenn beide Partner von Infertilität betroffen sind

* Frauen, die früh in die Menopause gekommen sind und deshalb selbst keine Eizellen mehr produzieren (1-2% Frauen der unter 40-jägrigen sind davon betroffen

* Frauen, deren Eierstöcke aufgrund von gesundheitlichen Problemen (z.B. Krebs, Tumor etc.) frühzeitig entfernt werden mussten

* Frauen, deren Eierstöcke aufgrund von genetischen Defekten ihre Funktion nicht erfüllen können oder Frauen die auf Hormonbehandlungen wenig oder gar nicht ansprechen

* die Frau mit einer Erbkrankheit belastet ist und das Risiko völlig ausschliessen will, diese an ihre Kinder zu übertragen

* Frauen, die keine gute Eizellenqualität und nicht genügend Quantität haben und mit IVF keinen Erfolg hatten

* Wenn der Partner wenig oder gar keine Spermien im Ejakulat aufweist Wer spendet Embryonen

Es gibt Paare die bei einer IVF mehrere Embryonen zur Verfügung haben und nach der IVF keine weiteren Kinder mehr möchten. Diese Paare erklären sich häufig bereit, den Wunscheltern Embryonen zu übergeben (normalerweise gegen eine finanzielle Entschädigung) um anderen zu ihrem Glück zu verhelfen. Zum anderen gibt es Embryonen die über eine Eizell- und Spermaspende entstanden sind und als Spende verwendet werden können.

Eine Frau die keine eigenen Eizellen mehr produzieren kann oder eine vererbbare Krankheit hat, kann die Möglichkeit einer Eizellenspende in Betracht ziehen. Ein Mann, der nicht genügend eigene Spermien produziert oder eine vererbbare Krankheit hat, kann die Spermienspende in Betracht ziehen. Die Embryonenspende kann eingesetzt werden bei Paaren, die auch bei einer In-vitro-Fertilisation keinen Erfolg hatten, jedoch muss die Gebärmutter der Frau geeignet sein. Diese drei Reproduktionstechniken sind vom gesetzlichen, religiösen und ethischen Standpunkt aus, sehr sensible Behandlungswege die in jedem Land unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen unterliegen.

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Technik der Embryonenspende

Hierbei handelt es sich faktisch um eine Embryo-Adoption. Eizellen und Samen werden von Spenderin und Spender nach entsprechender Auswahl und Gesundheitsüberprüfung zur Verfügung gestellt. Die Empfängerin der Embryonenspende hat den Vorteil, durch epigenetische Veränderungen Ihren genetischen Einfluss unverwechselbar geltend zu machen. Sie wird auch emotional zur Mutter und das Kind wird völlig normal sie als Mutter erkennen. Diese Vorgänge die zu einer typischen Mutter – Kind – Beziehung führen, sind nicht anders als in „normal“ gezeugten Schwangerschaften.

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Rechtlich gesehen ist die Empfängerin / Carrier vom Tag der Implantation an die Mutter des oder der Kinder. Rechtlich ist ein Adoptionsprozess nicht nötig. Die Gameten-Spender haben rechtswirksam auf sämtliche Rechte verzichtet. In Spanien gilt darüberhinaus das Primat der staatlich garantierten Anonymität aller Beteiligten untereinander. Dies gilt auch für das Kind , welches nach Volljährigkeit kein Recht auf Kenntnis der genetischen Wurzeln hat. Falls dies von den Intended Parents (IP) nicht akzeptiert wird, können wir die Behandlung auch in St.Petersburg oder Limassol anbieten. Dort ist dieses Grund-Recht nicht ausser Kraft gesetzt.

Die Embryonen-Spende kann aus der Kryo – Bank oder aus einer frischen, sychronen Spende stammen. Unterschiedlich sind die Erfolgsraten und vor allem die kumulativen Schwangerschaftsraten. Unterschiedlich sind infolgedessen auch die Preise

Bei der asynchronen Embryonenspende aus der Kryo – Bank entschließen sich Paare zu einer “Adoption” von Embryonen anderer Paare, die sich zu einem früheren Zeitpunkt einer Fertilitätsbehandlung unterzogen haben, oder von einer für die Eizellspende vorbereiteten Spenderin. Diese unterschiedliche Herkunft kann mitgeteilt werden. In Spanien sind Einzelheiten über die Spenderin und den Spender nicht zulässig. Auf Zypern und in St.Petersburg ist diese Information eher möglich.

Aufgrund der bereits vorhandenen Tatsachen ist die Bereitstellung kompletter Übereinstimmung der phänotypischen Merkmale, Blutgruppe und Rhesusfaktor nicht in allen Fällen möglich. Da diese Embryonen vor 2011 einem älteren slow – freezing – Verfahren unterzogen werden, ist die Überlebenschance geringer, mit Erfolgsraten bis 45% bezogen auf den positiven Schwangerschaftstest und bei Transfer von 2 aufgetauten Embryonen. Bei jüngst eingefrorenen Embryonen mit dem Vitrizierungs-Verfahren sind die Erfolgsraten annähernd gleich wie bei einer frischen, synchronen Spende.

Die Behandlung hat mehrere Vorteile. Zunächst ermöglicht sie Paaren, die auf der Adoptions – Warteliste stehen sowie mit vielen und schwierigen Formalitäten auf dem Weg der Adoption zu kämpfen haben, den Traum vom Kind in kurzer Zeit wahr werden zu lassen.

Gleichzeitig ermöglicht dies, dass die empfangende Mutter von Anfang an die Schwangerschaft, die Geburt und das Stillen des Babys erlebt. Die biologische Mutter prägt zudem das Kind auch genetisch und ist selbst diejenige, die die Bedingungen, unter denen sich ihr Kind im Mutterleib entwickelt, festlegt.

Außerdem lässt dies die Entwicklung von Embryonen zu, die sonst eingefroren verbleiben würden.

Die Behandlung ist bequem, kaum invasiv und mit einem kurzen Zeitaufwand sowie geringeren Kosten verbunden.

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Wir haben 3 verschiedene Modelle entwickelt um dem tatsächlichen Bedarf unserer Patienten gerecht zu werden

Green line

Die Klinik organisiert eine synchrone (frische) Eizellspende. Aus dieser Spende erhält unsere Patientin alle Eizellen zur Befruchtung mit Spendersamen. Der Transfer erfolgt je nach Embryonalentwicklung am Tag 3 oder 5. Überzählige Embryonen oder Blastozysten werden eingefroren und stehen der Patientin zur Verfügung.

Vorteile

- Im frischen Transfer-Versuch höhere maximale Schwangerschaftsraten wie bei der klassischen Eizellspende, da auch der Samen nachgewiesenermassen fertil ist.

- Soweit als möglich Berücksichtigung der phänotypischen Eigenschaften

- Kryo – Transfers bei negativem Ausfall oder für ein Geschwisterkind jederzeit möglich.

Nachteile

- Initialer Preis

Orange line

Die Klinik organisiert eine synchrone (frische) Eizellspende. Aus dieser Spende erhält unsere Patientin 2 Blastozysten zum synchronen, frischen Transfer am Tag 5 (in Einzelfällen am Tag 3 der Embryonalentwicklung). Eventuell überzählige Blastozysten werden von der Klinik deren eigener Embryo-Bank zugeführt und gehören der Klinik. Statistisch ist es hoch-wahrscheinlich, dass 2 Blastozysten geliefert werden. Dennoch kann dies nicht garantiert werden. Garantiert wird mindestens eine Blastozyste guter Qualität.

In einem solchen Zyklus kann nichts für die IP eingefroren werden. Auch wenn 2 Blastozysten zur Verfügung gestellt werden, die Patientin aber nur eine zum Transfer wünscht, erhält sie die Beste. Überzählige fallen aber immer an die Klinik.

Vorteile

- Im frischen Transfer-Versuch gleiche maximale Schwangerschaftsraten wie bei der klassischen Eizellspende (60-80%)

- Soweit als möglich Berücksichtigung der phänotypischen Eigenschaften

- Relativ niedriger Preis für die hohe Schwangerschaftsrate

Nachteile

- Keine Kryo – Transfers möglich

- Falls es nicht zu einer Schwangerschaft im ersten Versuch kommt, erneutes frisches Verfahren. Ab dem 2. Transfer teurer als green line.

Blue line

Die Klinik stellt aus der Embryonen-Bank zwei möglichst phänotypisch passende Embryonen zur Verfügung.. Der Transfer erfolgt je nach Entwicklungsstand der gespendeten Embryonen.. Garantiert werden mindestens zwei Embryonen oder Blastozysten.

Vorteile

- Bei slow freezing: Reduzierte Schwangerschaftsrate ca 45 %

- Bei vitrifizierten Embryonen kaum verringerte Schwangerschaftsraten zum frischen Versuch.

- Nicht immer mögliche Berücksichtigung der phänotypischen Eigenschaften

- Relativ niedriger Preis

Nachteile

- Keine Kryo – Transfers möglich

- Niedrigere Performance