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Flüssigkeits-Hystero-Sonographie

Die Gebärmutterhöhle ist das Zielorgan für den Embryotransfer. Ihre Integrität stellt einen Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Einnistung des transferierten Embryos dar.

Die Gebärmutterhöhle wird ausgekleidet vom Endometrium. Diese Schleimhaut, welche sich im natürlichen Zyklus montalich abstösst und wieder neu aufbaut, ermöglichst es dem Embryo, mit dem mütterlichen Körper in direkten Kontakt zu treten.

Viele Faktoren für eine erfolgreiche Einnistung sind bis heute unbekannt. Das natürliche zeitliche Transfer-Fenster ist sehr kurz. Was es genau bestimmt, ist ebenfalls nicht bekannt. Was uns bleibt, ist wenigstens die Kontrolle der anatomischen Grundstrukturen:

  • Ausschluss von Fehlbildungen der Gebärmutter (werden in 7% dieser Diagnosen im üblichen Ultraschall nicht erkannt).
  • Ausschluss von Störungen der Gebärmutterschleimhaut (Polypen, Hyperplasie).
  • Ausschluss von Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle.

Alle diese Faktoren können zu einer Beeinträchtigung der Implantationsrate und zu einer Zunahme der Abortrate führen.

Die Untersuchung ist üblicherweise auf dem normalen gynäkologischen Untersuchungsstuhl möglich. Nach Desinfektion des Muttermundes wird ein ca 1,6 mm messender weicher Plastikkatheter in den Gebärmutterhals eingeführt. Dazu kann man auch den später beim Embryo-Transfer benutzten Transferkatheter benutzen und hat damit bereits den Probetransfer (Mock – Transfer) erledigt. Wenn vorhanden, wird ein Ausfließen des „Kontrastmittels“ (Salzlösung oder ein spezielles Gel) mit Hilfe eines kleinen auffüllbaren Ballons verhindert. Sodann werden bis zu 20 ml Lösung bis zur Empfindlichkeitsgrenze eingefüllt. Unter transvaginaler Ultraschallsicht lässt sich dann die Gebärmutterhöhle zweidimensional oder auch dreidimensional sehr gut beurteilen.

Diese Untersuchung ersetzt für IVF und Eizellspende die früher übliche Röntgenkontrastuntersuchung (HSG, schmerzhaft und infektionsanfällig). Auch die Hysteroskopie (endoskopische real-time-Untersuchung der Gebärmutterhöhle kann in einfachen Fällen ersetzt werden.

Wir sind allerdings eher geneigt, vor solch aufwendigen Behandlungen doch eine Hysteroskopie zu empfehlen. Dabei lässt sich nicht nur die Integrität der Gebärmutterhöhle beurteilen sondern auch bakteriologische und histologische Untersuchungen der Gebärmutterschleimhaut durchführen. Ebenso ist die Verdachtsdiagnose einer Endometriose der Gebärmutterwand eher hysteroskopisch als sonographisch möglich.

Wir führen die HSN sowie auch die Hysteroskopie (HSK) im Rahmen des Diagnostic-package hier in Palma de Mallorca in der USP Clínica Palmaplanas ambulant durch.

Selbstverständlich können auch entsprechend eingerichtete ambulant-operative Praxen oder Kliniken, insbesondere die IVF-Kliniken, im Heimatland solche Untersuchungen kompetent durchführen und perfekt dokumentieren.