reduccion ovarica
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IVF bei verminderter Ovarreserve

Die Behandlung von Frauen mit verminderter Ovarreserve (Diminished Ovarian Reserve, DOR, entweder verursacht durch höheres Lebensalter der Patientin oder durch vorzeitige Alterung der Eierstöcke) stellt eine besondere Herausforderung dar. Üblicherweise werden diese Frauen in unseren westeuropäischen Ländern nicht behandelt oder gleich zur Eizellspende, meist verdeckt, motiviert.

Die verminderte Ovarreserve (DOR) beschreibt den Weg in Richtung auf das abschließende Versiegen der Eierstockfunktion, der Menopause. Dieser Prozess beginnt schon viele Jahre vor der menopause und kann genetisch bedingt sogar schon in jungen Jahren beginnen.

Vor ca 5 Jahren entdeckten unsere Partner vom CHR in New York, dass das milde männliche Hormon Dehydroepiandrosteron (DHEA) mit sehr grossem Erfolg zur Behandlung von Frauen mit DOR eingesetzt werden kann.

Die IVFAO (In-Vitro-Fertilisierung in Advanced-Ovaries) mit DHEA – Vorbehandlung zur Rejuvenierung der Ovarien/Follikel , gefolgt von einem angepassten sog. Microdose-Flar-up-protocol verbessert die Schwangerschaftsraten gegenüber der IVF ohne solche Zusatzmassnahmen erheblich. Die Zahl der gewonnenen Follikel und Eizellen steigt, die Qualität der gewonnenen Eizellen und Embryonen steigt und die Abortrate nimmt deutlich ab bis zum Alter von 47 Jahren. Voraussetzung ist eine umfassende Untersuchung insbesondere wichtiger basaler Hormonwerte, des AMH sowie in manchen Fällen der Genetik (CGG repeats im FMR-1 Gen). Daraus lassen sich Aussagen zu den voraussichtlichen Chancen dieser Technik machen. Durch diese Behandlungsmethode lässt sich eine deutliche Verbesserung der Chancen im natürlichen und im extrakorporalen Verfahren erzielen.

Unsere Partnerklinik CHR in NY außerordentliche Ergebnisse erzielt. Dabei gilt es zu berücksichtigen dass die Klinik überwiegend Patienten betreut, die älter sind oder vorzeitige Erschöpfung der Eierstöcke zu beklagen haben. 46% dieser Frauen waren >40 Jahre alt, und 27% waren >43 Jahre alt. Die Zahlen beschreiben intakte, weitergehende Schwangerschaften. Nicht nur positive Schwangerschaftsteste. Für weitere Informationen: http://www.centerforhumanreprod.com/treatment_pregnancy.html

Wir sehen es als unsere Aufgabe, dieser Gruppe von Patienten mit DOR besondere Aufmerksamkeit zu schenken, obwohl wir den Großteil unserer Behandlungen mit gespendeten Eizellen durchführen. Viele dieser Frauen leiden sehr darunter dass sie ihre eigene Genetik nicht einbringen können. Eine weiterführende Behandlungsmöglichkeit eröffnet neue Perspektiven. Diese Behandlung erfordert eine exakte Diagnostik die auch genetische Untersuchungen einschließt. Ergibt es sich, dass eine realistische Chance besteht, kann die Behandlung mit verschiedenen Medikamenten, von denen das Hormon DHEA nur eines ist, ein „Priming“ der Eierstöcke leisten. Daraus entstehen dann im Vergleich zu unbehandelten IVF Zyklen mehr und vor allem mehr gesunde Eizellen. Kommt es zur Befruchtung und zum Transfer mit nachfolgender Schwangerschaft, so sind nur noch 15% Fehlgeburten zu beklagen. Auch diese Zahl ist um Vieles besser als im unbehandelten Zyklus.

Siehe auch IVFAO